Das Glück dieser Erde

Pony- und Pferdefreunde Repke laden Flüchtlinge zum Reitnachmittag

Diese strahlenden Kinderaugen! Andrea Oldehus und Iris Scholz sind noch immer ganz hin und weg. Eine gute Woche ist es her, dass sie und die anderen Mitglieder der Pony- und Pferdefreunde Repke Besuch hatten – Besuch von 25 Flüchtlingskindern und ihren Eltern. Aus Syrien, dem Irak und Palästina. Gekommen sind sie auf Einladung des Vereins.

„Die Flüchtlinge haben so viel Schreckliches erlebt, gerade die Kinder. Sie müssen so viel verarbeiten. Da wollten wir ihnen gerne einen unbeschwerten Nachmittag ermöglichen“, sagt die Vereinsvorsitzende Oldehus. „Hundertprozentig gelungen“, findet Maria van der Vinne von der Flüchtlingshilfe Langförden die Aktion. Sie hatte den Kontakt zu den Pony- und Pferdefreunden hergestellt und die Flüchtlinge informiert. „Die Kinder freuen sich so. Und die Eltern kommen mit Einheimischen ins Gespräch. Das ist so wichtig! Ein dickes Dankeschön für die tolle Organisation!“

Reiten, Sackhüpfen, im Sand buddeln, Fußball spielen, Kuchen essen, Kaffee trinken – die Pony- und Pferdefreunde haben allerhand auf die Beine gestellt, um den Flüchtlingen ein paar schöne Stunden zu bereiten. Delsa Shecker, der aus Syrien kommt und seit wenigen Wochen mit seiner Familie in Repke wohnt, ist ganz gerührt ob des Engagements der Reiter: „Ich bin glücklich und dankbar, all die Menschen kennen zu lernen und ich möchte unbedingt Deutsch lernen. Ich möchte mich so schnell wie möglich integrieren und mit meiner Familie ein neues Leben anfangen.“ Diese Freude – sie zeigt sich auch bei den Kindern: Aland aus Langförden schwärmt vom Fußballspiel, Ali von den Ponys, Rabia vom Hofhund, Jelina vom Kuchen und Silva würde am liebsten jeden Tag wiederkommen.

Das steht für Andrea Oldehus und ihre Vorstandskollegin Iris Scholz außer Frage. „Wir wollen das auf jeden Fall wiederholen. Nicht nur einmal“, sagt Scholz. Und Oldehus ergänzt: „Das war so ein toller Tag. Ich bin so berührt von der Dankbarkeit der Flüchtlinge. Anfangs war ich unsicher, wie es den Kindern gefallen würde. Aber die Scheu war schnell weg. Auf beiden Seiten. Und dann war es einfach überwältigend, diese Freude zu sehen“, schwärmt sie.