Happy End für Tijan

Es ist eine von vielen Fluchtgeschichten, doch diese hier endet glücklich. Sie erzählt von Tijan und seinem Bruder Abdo. Syrien im Jahr 2018: Tijan, damals 15 Jahre, und seine Eltern, beschließen, ihrer Heimat den Rücken zu kehren. Sieben Jahre nun währt schon der Bürgerkrieg. Tijans große Brüder sind längst weg. In Deutschland. Seit vier Jahren schon.

Nun also fliehen auch Tijan und seine Eltern. Doch an der Grenze zu Griechenland greift die türkische Polizei sie auf. Tijan kann entkommen, seine Eltern werden nach Syrien zurückgeschickt.

Abdo, damals Student der Uni Vechta, ist verzweifelt. Er weiß nicht viel, nur so viel: Sein kleiner, 15-jähriger Bruder ist irgendwo in Griechenland, vollkommen auf sich gestellt. Er wendet sich an die Stadt Vechta. Diese wiederum holt die Flüchtlingshilfe Langförden mit ins Boot. Denn mit Ludger Penkhues gibt es dort einen ehrenamtlichen Helfer, der schon vielen Flüchtlingen geholfen hat, der durch Flucht und Krieg zerrissene Familien wieder zusammen gebracht hat.

Zusammen mit der evangelischen Kirche Deutscher Sprache in Griechenland kann Penkhues Tijan tatsächlich ausfindig machen. Die Kirche nimmt ihn auf, die deutsche Pfarrsekretärin Frau Hülsenbeck betreut ihn. Tijan lernt Deutsch.

Im Hintergrund laufen die juristischen Verfahren. Doch die ziehen sich hin. Ewig. Hilfe kommt nun auch von Vinzent Vogt von der Athener Sektion der Organisation Equal Rights Beyond Borders. Mit Erfolg. Endlich. Am 16. September darf Tijan zu seinen beiden Brüdern nach Deutschland einreisen. Eine Geschichte mit Happy End.

Das freut auch die Evangelische Kirche Deutscher Sprache in Griechenland, die folgenden Artikel in ihrem Kirchenbrief veröffentlicht.

Auszug aus dem Kirchenbrief der Evangelischen Kirch Deutscher Sprache in Griechenland.

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